§ 1 Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Lieferungen, Leistungen und Angebote der Gatscher GmbH („Anbieter“) gegenüber Unternehmern i.S.d. § 14 BGB und Kaufleuten (zusammen „Kunde“). Sie sind Bestandteil aller Verträge über die vom Anbieter angebotenen Leistungen.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
Diese AGB gelten auch für künftige Geschäftsbeziehungen, ohne dass nochmals auf sie hingewiesen werden muss.
§ 2 Leistungen, Leistungsbestimmung, Subunternehmer
Der Anbieter erbringt individuelle Beratungs- und Agenturleistungen im Bereich Webdesign & Suchmaschinenoptimierung (SEO). Dazu zählen insbesondere die strategische Beratung, Keyword- und Wettbewerbsanalysen, Onpage- und Offpage-Optimierungen, technische SEO-Maßnahmen, Content-Optimierung und -Erstellung, Linkbuilding, Website-Erstellung und grafische Aufbereitung sowie die laufende Betreuung zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Auffindbarkeit in Suchmaschinen („Leistungen“).
Soweit nicht ausdrücklich als Werk geschuldet vereinbart, handelt es sich um Dienstleistungen. Der Anbieter schuldet dabei kein Erfolgs- oder Werkversprechen, insbesondere keine Garantie bestimmter Ranking-Positionen, Klickzahlen, Leads, Conversions oder Umsätze.
Dem Anbieter steht hinsichtlich Art, Methodik und Ausführung der Leistungen ein Leistungsbestimmungsrecht nach § 315 BGB zu, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.
Der Anbieter ist berechtigt, Erfüllungsgehilfen/Subunternehmer einzusetzen.
§ 3 Mitwirkung des Kunden, Rechtmäßigkeit der Inhalte
Der Kunde erbringt erforderliche Mitwirkungshandlungen (Informationen, Freigaben, Zugänge, Branding-Guides etc.) vollständig, richtig und fristgerecht auf erstes Anfordern.
Unterlässt der Kunde Mitwirkungen und verzögert/vereitelt dies die Leistungserbringung, bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters unberührt; vereinbarte Fristen verschieben sich angemessen.
Der Kunde ist verantwortlich für die Rechtskonformität seiner Inhalte, Angebote und Auftritte (z. B. Impressum, Datenschutz, Urheber-/Marken-/Wettbewerbsrecht). Eine Rechtsprüfung durch den Anbieter ist nicht geschuldet.
§ 4 Zugänge, Tools, Plattformen
Für die Durchführung der SEO-Leistungen stellt der Kunde dem Anbieter alle erforderlichen Zugriffsrechte, Daten und Informationen rechtzeitig zur Verfügung (z. B. CMS-/Shop-Zugänge, Hosting- oder Serverdaten, Google Analytics, Google Search Console, Tag Manager, Tracking- oder andere relevante Tools).
Die Kosten für externe Tools, Software-Lizenzen oder Drittanbieter-Leistungen, die im Rahmen der SEO-Maßnahmen erforderlich sind, sind – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – nicht in der Agenturvergütung enthalten. Sie werden vom Kunden getragen und ggf. direkt mit dem jeweiligen Anbieter abgerechnet.
Der Anbieter hat keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit, Funktionsweise oder Änderungen seitens von Drittplattformen (z. B. Google, Bing, Content-Management-Systeme). Insbesondere kann nicht ausgeschlossen werden, dass Suchmaschinen ihre Algorithmen ändern oder Maßnahmen des Kunden-/Fremdsysteme Rankings beeinflussen. Der Vergütungsanspruch des Anbieters bleibt hiervon unberührt.
Keine Erfolgsgarantie: Der Anbieter schuldet keine bestimmten Positionierungen in Suchmaschinen, keine Mindestanzahl von Besuchern, Leads oder Umsätzen. Aussagen zu möglichen Erfolgen stellen Prognosen dar und sind nicht verbindlich.
§ 5 Vertragsschluss, Aufzeichnung
Verträge können fernmündlich (Telefon/Video), in Textform (E-Mail) oder schriftlich geschlossen werden.
Bei fernmündlichem Vertragsschluss kann das Gespräch mit Einwilligung des Kunden zu Beweis-/Dokumentationszwecken aufgezeichnet werden.
Zugangsdaten/Materialien/Links, die der Kunde im Rahmen des Vertrags erhält, sind vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
§ 6 Abnahme bei Werkleistungen
Soweit Leistungen ausnahmsweise werkvertraglich geschuldet sind, gelten zusätzlich die Absätze 2–6.
Der Anbieter kann nach Abschluss von Teilleistungen eine Teilabnahme und nach Abschluss aller Anpassungen eine Gesamtabnahme verlangen.
Der Anbieter kann den Kunden mit Frist von 7 Werktagen zur (Teil-)Abnahme auffordern; schweigende Fristversäumnis gilt als Abnahme, sofern der Kunde nicht schriftlich konkrete Mängel rügt.
Festgestellte Mängel sind dem Anbieter Gelegenheit zur Nacherfüllung zu geben.
Streit über die Erheblichkeit eines Mangels soll vor gerichtlichen Schritten durch einen öffentlich bestellten IHK-Sachverständigen begutachtet werden.
Abgelieferte (Teil-)Leistungen gelten auch als abgenommen, wenn der Kunde sie nutzt.
§ 7 Vergütung, Preise, Fälligkeit, Aufrechnung
Es gelten die im Angebot ausgewiesenen Netto-Preise zzgl. USt.
Sofern nicht anders vereinbart, ist die Vergütung mit Rechnungsstellung sofort fällig und binnen 7 Tagen zahlbar. Bei Raten: erste Rate mit Vertragsschluss, weitere zum jeweils 15. des Monats.
Einrichtungs-/Setupgebühren fallen – sofern vereinbart – einmalig an und werden bei Verlängerung nicht erneut fällig.
Aufrechnung/Zurückbehaltungsrechte stehen beiden Parteien nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zu.
Pausiert der Kunde die Leistungserbringung oder verhindert sie aus seiner Sphäre, bleibt die Vergütungspflicht für den vereinbarten Zeitraum bestehen, sofern den Anbieter kein Verschulden trifft.
§ 8 Vertragslaufzeit, Kündigung
Der Vertrag beginnt mit dem im Angebot vereinbarten Datum, spätestens jedoch mit Aufnahme der Leistungserbringung durch den Anbieter, sofern nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt festgelegt wird.
Die Erstlaufzeit entspricht der im Angebot angegebenen Dauer. Eine ordentliche Kündigung vor Ablauf dieser Erstlaufzeit ist ausgeschlossen.
Nach Ablauf der Erstlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils die gleiche Laufzeit zu den gleichen Bedingungen, sofern er nicht von einer Partei spätestens 4 Wochen vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit in Textform (z. B. per E-Mail) gekündigt wird.
Erfolgt keine fristgerechte Kündigung, läuft der Vertrag automatisch weiter.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt hiervon unberührt.
§ 9 Verzug, Leistungsverweigerung
Leistungsfristen beginnen nicht, bevor Zahlungen eingegangen sind und Mitwirkungen vollständig vorliegen.
Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter Leistungen bis zum Ausgleich zurückhalten.
Bei Ratenzahlung: Gerät der Kunde mit mindestens zwei Raten in Verzug, kann der Anbieter außerordentlich kündigen, Leistungen einstellen und als Schadensersatz die Vergütung verlangen, die bis zum nächsten ordentlichen Beendigungszeitpunkt angefallen wäre; ersparte Aufwendungen sind anzurechnen.
§ 10 Rechteeinräumung, Testimonial-Nutzung, Schutzrechte Dritter
Werbe-/Kampagnenleistungen (Ads, Creatives, Texte): Der Kunde erhält – vorbehaltlich vollständiger Zahlung – ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur Nutzung während der Vertragslaufzeit in den vereinbarten Kanälen/Konten. Weitergabe/Bearbeitung/Drittnutzung bedarf der Zustimmung des Anbieters, sofern nicht abweichend vereinbart.
Individuelle Foto-/Videoproduktionen/Designs: Vorbehaltlich vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich und örtlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den finalen Fassungen. Rohmaterial/Projektdateien werden nicht geschuldet und bleiben Eigentum/Recht des Anbieters, sofern nicht ausdrücklich übertragen.
Agentur-Know-how/Tools/Frameworks/Vorlagen bleiben beim Anbieter; daran werden keine Rechte übertragen.
Der Kunde sichert zu, dass bereitgestelltes Material (Logos, Bilder, Texte etc.) frei von Rechten Dritter ist bzw. alle erforderlichen Lizenzen/Genehmigungen vorliegen; er stellt den Anbieter frei von allen Ansprüchen Dritter.
Referenz/Testimonial-Nutzung: Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, Name/Logo/erstellte Arbeiten als Referenz für Eigenwerbung (Website, Präsentationen, Social Media) einfach, unentgeltlich und zeitlich unbeschränkt zu nutzen. Opt-out ist jederzeit mit Wirkung für die Zukunft möglich (kurze Mitteilung genügt).
§ 11 Abnahme & Korrekturschleifen bei Content/Produktion
Soweit vereinbart, enthält das Angebot eine Korrekturschleife in marktüblichem Umfang. Weitere Anpassungen erfolgen nach Aufwand/Preisliste.
Final übergebene Fassungen können bis zur Schlussfreigabe mit Wasserzeichen oder in Preview-Qualität bereitgestellt werden.
§ 12 Haftung
Der Anbieter haftet auf Schadensersatz – gleich aus welchem Rechtsgrund – nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur
a) für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, und
b) für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); in diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Für Daten-/Programmschäden haftet der Anbieter nur im Rahmen von Abs. 2; die Haftung ist der Höhe nach auf den typischen Wiederherstellungsaufwand bei ordnungsgemäßer Datensicherung begrenzt.
Produkthaftung und die Haftung bei Übernahme einer Garantie bleiben unberührt.
§ 13 Datenschutz & Vertraulichkeit
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zweckgebunden und gemäß geltendem Datenschutzrecht. Näheres ergibt sich aus der Datenschutzerklärung auf der Website.
Beide Parteien behandeln nicht offenkundige Informationen vertraulich; die Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus fort.
§ 14 Widerrufsrecht
Der Anbieter schließt ausschließlich mit Unternehmern (§ 14 BGB) Verträge. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht daher nicht; ein vertragliches Widerrufsrecht wird nicht eingeräumt.
§ 15 Verhalten, Reputation
Der Kunde wahrt die Gepflogenheiten eines redlichen Kaufmanns. Rechtswidrige oder unsachgemäße öffentliche Äußerungen über den Anbieter (z. B. unwahre Tatsachen, Schmähkritik) können zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.
§ 16 Schlussbestimmungen
Individualabreden (insb. Angebote/Leistungsbeschreibungen) gehen diesen AGB vor; maßgeblich ist die Bestätigung des Anbieters.
Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss internationalen Privatrechts. Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters ([Ort einsetzen]).
Änderungen dieser AGB können vom Anbieter vorgenommen werden. Der Kunde wird rechtzeitig informiert. Widerspricht er nicht binnen 2 Wochen, gelten die geänderten AGB als genehmigt (gilt nicht für wesentliche Vertragsinhalte ohne zumutbare Gründe).
Salvatorische Klausel: Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung gilt das, was dem wirtschaftlich Gewollten in rechtlich zulässiger Weise am nächsten kommt.
Textform genügt für Erklärungen, soweit nicht Schriftform ausdrücklich vereinbart ist.